Die Architektur Studentin Katharina Dunkl hat im Sommersemester 2019 im Rahmen der Lehrveranstaltung „Chancengleichheit für Frauen in der Architektur nach 100 Jahren Frauenstudium TU Wien?“ eine Seminararbeit mit dem Titel „Der Bedarf an Maßnahmen zur Vorbereitung auf die beruflichen Rahmenbedingungen als Architektin an der Technischen Universität Wien“ verfasst. In dieser Arbeit hat sich die Studentin als Ziel gesetzt, den Leser*innen aufzuzeigen, wie unzureichend das Architekturstudium an der TU Wien Frauen für die zukünftige Berufspraxis sensibilisiert und vorbereitet. Zu Veranschaulichung werden in der Arbeit einige best-practise Beispiele aufgezeigt, wovon auch einige hier in der Kategorie Studierende unter best-practise Beispiele zu finden sind. Es soll so ein Bewusstsein für diese wichtige Thematik für alle Universitäten geschaffen werden. Während des Architekturstudiums sollten den Student*innen die Schwierigkeiten und Hürden in der Architekturpraxis aufgezeigt werden, um ihnen so das Thema „Frauen in der Technik“ nachhaltig bewusst zu machen.

Um den Bedarf eindeutig nachzuweisen, wurde unter Architekturstudentinnen an der TU Wien eine Umfrage durchgeführt. Dabei wurde deutlich, dass eine Vielzahl an Frauen Maßnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Praxis annehmen würden. Es wurde klar, dass die Studentinnen nicht über das vorhandene Angebot oder Maßnahmen informiert waren. Unter den von den befragten Studierenden genannten Beispielen waren Pflichtveranstaltungen, Wahlfächer, Zusatzangebote oder Veranstaltungen zur Frauenförderung.

Vorhandene Angebote an der TU Wien

Ihm Rahmen des 2019 gefeierten Jubiläums „100-jähriges Frauenstudium an der TU Wien“ gibt es seither zahlreiche Angebote für Frauen an der Technischen Universität Wien. Veranstaltungen wie „No More Bullshit“, „Plattform für Streitreden“, „Pionierinnen“, „TU Wien Frauen Preis“ oder das „TU Frauenfest“ behandelten Themen wie Frauen, Fakten und Geschichten, Gesellschaft, Machtstrukturen, Feminismus, etc. Auch der Frauenlauf oder Hürdenlauf „der mühsame Weg der Frauen in die TU Wien“ wurde als eine Metapher veranstaltet. Außerdem standen einige weitere öffentlich zugängliche Mentorings, Ausstellungen oder Podiumsdiskussionen zu den Themen am Programm.

Ergebnisse der Umfragen

Die Umfrageergebnisse zeigten, dass die Studentinnen dieses vorhandene Angebot nicht bis kaum wahrgenommen haben. Viele sind sich der schwierigen Rahmenbedingungen und der komplizierten Situationen von Frauen im Architekturberuf kaum bewusst. Aus diesen Umfragen ließ sich erkennen, dass das bereits vorhandene Angebot zur Frauenförderung an der TU Wien dem Anspruch nicht genügt, die Bewusstseinsbildung der Studenten und Studentinnen zu den Themen „Gender Studies“ oder „Berufsrealität“ voranzubringen. Es zeigte sich eindeutig, dass ein Problem in der Ausbildung an der TU Wien besteht und dass trotz der Veranstaltungen 2019 im Rahmen der 100-jährigen Frauen Jubiläumsfeier bei Studentinnen der TU Wien kein Wissen über das doch vorhandene Angebot steht.

Weiterführendes:

Seminararbeit:

Leave a Reply

Your email address will not be published.