Als Forscher*innen gelten Fachleute, die sich mit der Entwicklung, Konzeption und Schaffung von neuem Wissen befassen. Sie forschen und verbessern oder entwickeln dadurch Konzepte, Theorien, Modelle, Techniken, Software usw. Die oben abgebildete globale Karte zeigt den Frauenanteil der Gesamtzahl der Forscher*innen an. 

Wie in vielen Bereichen ist auch in der Forschung ein klares Patriarchat zu erkennen. Nur 30% aller Forscher*innen weltweit sind Frauen. Bolivien mit 63% Frauen in der Forschung ist eine der wenigen bei denen Frauen die Mehrheit bilden. Frankreich liegt der Prozentanteil bei 26% und Äthiopien bildet mit 8% den Schluss licht. 

Als wären die zahlen ohnehin nicht schon schockierend genug, zeichnet sich in den Großteilen der Länder ab, dass Männer im privaten Forschungssektor gegenüber Frauen dominieren. Dies ist auch in Ländern mit einen hohen Frauenanteil in der Forschung der Fall. Forscherinnen sind demnach mehr im akademischen und staatlichen Forschungssektor vertreten, welcher jedoch nicht die gleichen Gehälter und Chancen mit sich bringt wie der private Sektor. Ganz im Gegenteil gilt der private Sektor als chancenreicher und besser entlohnt. So ist z.B.: in Argentinien der Frauenanteil in der Forschung bei 52%, der Frauenanteil im privat beschäftigten Sektor jedoch nur bei 29%. In den Bereichen der Forschung Wissenschaft, Technologie, Ingenieurwesen und Mathematik bilden in nahezu jeder Region die Frauen die Minderheit. So zum Beispiel in der Republik Korea wo 17% Frauen in der Forschung beschäftigt sind, sind im Bereich Ingenieurwesen und Technologie nur 9% Frauen. Die Daten wurden weltweit erhoben mit Ausnahmen wie die USA und manche Entwicklungsländer.

Weiterführendes:
Fact-Sheet No.55 // UNESCO Institute for Statistics // June 2019
http://uis.unesco.org/sites/default/files/documents/fs55-women-in-science-2019-en.pdf

Artikel: UNESCO // 2019 // WWW.UNESCO.ORG
https://en.unesco.org/news/just-30-world’s-researchers-are-women-whats-situation-your-country

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