Am 1.Juli 2019 übernahm Sarah Whiting die Leitung der prestigeträchtigsten Architekturschule Amerikas. Sie wurde somit die achte Dekanin und die erste Frau an der Spitze der Harvard University’s Graduate School of Design. Es steht daher eine entscheidende Frage im Raum: „Wird eine weibliche Führung in den oberen Rängen der Akademie zu mehr Gleichberechtigung auf dem Gebiet bringen?“ 

Mit diesem Meilenstein ihrer persönlichen Karriere, möchte sie zugleich auch die Wichtigkeit des #metoo-Moments in der Architektur-Szene manifestieren. Demnach lautete ihre Antwort auf die offene Frage: „ich hoffe es“ und „ich weiß es nicht“. Sie wies jedoch auf einen wesentlichen Unterschied hin. Architektinnen könnten sich im Berufsalltag nur schwer behaupten und würden in Führungspositionen eher unterrepräsentiert sein. Sie führt diese Phänomen auf den Grundgedanken von Pitts zurück, dass es zu wenige Vorbilder oder Mentoren für solch einen Weg gäbe. 

„Was für den Beruf gilt, gilt auch für die Akademie.“ Das beste Potenzial dieses Phänomens einer Reihe von weiblichen Dekanen der Ivy League besteht nicht darin, die jahrzehntelange Ungleichheit im Alleingang rückgängig zu machen, sondern als Beispiel für die neue Normalität zu dienen, die kommen wird.

Weiterführendes: 

Artikel: Female Leadership Is the New Normal // Mimi, Zeiger // Massachusetts // 2018

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