Zwei Beispiele in den Niederlanden und in Deutschland zeigen, was durch vergleichsweise drastische Maßnahmen in Punkto Gleichberechtigung erreicht werden kann. In beiden Fällen konnte innerhalb weniger Jahre das Geschlechterverhältnis wesentlich verbessert werden.

TU Eindhoven, Niederlande

Die Universität in Eindhoven in den Niederlanden konnte den selbst gesetzten prozentualen Anteil an Lehrenden bis zum Jahre 2020 nicht umsetzen. Daher wird nun zu radikaleren Maßnahmen gegriffen. „Wir haben es schon so lange auf moderate Weise versucht, Frauen an die Spitze zu bekommen, vielleicht ist es an der Zeit, es etwas härter durchzuziehen“; Das macht sich die Universität Eindhoven zum Motto und stellt für rund 1,5 Jahren nur mehr Frauen ein, um den Anteil anzuheben.

TU München, Deutschland

„Mehrwert durch Ausgewogenheit“: Die Technische Universität München hat es sich zum Ziel gesetzt, die frauenfreundlichste technische Universität Deutschlands zu werden. Sie haben erkannt, dass Frauen in der Professorenschaft eine ganz wichtige Rolle spielen. Sie bringen oftmals eine andere Sichtweise in Diskussionen ein und setzen neue Akzente. Damit sind sie auch lebendige Vorbilder für die nachkommende Generation, die Studentinnen und wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen, die an eine Karriere an der Universität denken und Unterstützung auf diesem Weg brauchen. Waren es gegen Ende 2011 noch 15% an Professorinnen, sind es heute 42%.

Weiterführendes:

Artikel: “Vielleicht ist es an der Zeit, es etwas härter durchzuziehen” – Universität Eindhoven stellt nur noch Frauen ein // Scharelka, Nora // Düsseldorf // 2019

Artikel: Diese Uni stellt nur noch Frauen ein – 100-Prozent-Quote // Quecke, Franca // Hamburg // 2019

Artikel: “Women first”: Frauenprogramm der TU Eindhoven wirkt // beaha // Wien // 2020

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