„Wie der Weg gefunden werden wird in der neuen Form, wer soll das wissen? Wohl nicht in den Spuren der heute maßgebenden Kreise. Gut Ding will eben Weile haben, und wesentlich wird auch hier sein, daß der Geist der Frau zur Sprache kommt, die sein will, was sie ist, und nicht scheinen will, was sie nicht ist.“ – Lilly Reich, Die Form, 1922

Biographie

Lilly Reich war eine deutsche Innenarchitektin und Möbeldesignerin. Sie wurde als erste Frau im Vorstand des Deutschen Werkbunds aufgenommen. Sie war ausgebildete Kurbelstickerin und arbeitete ab 1908 für die Wiener Werkstätten. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland machte sie sich mit einem eigenen Atelier in Berlin selbstständig, später in Frankfurt am Main. Im Jahr 1926 macht sie Bekanntschaft mit dem deutsch-amerikanischen Architekten Ludwig Mies van der Rohe. Mit dem sie eine erfolgreiche Karriere in Kollaboration, über mehrere Jahre führte. Der Erfolg Lilly’s weitete sich aus, als sie 1932 von Ludwig Mies van der Rohe zur zweiten Bauhausmeisterin ernannt wurde. Von da an leitete sie neben der Bau- und Ausbauwerkstatt auch die Weberei, zuerst in Dessau, später auch am Bauhaus in Berlin.

Werkauswahl

  • Organisation der Stuttgarter Werkbundausstellung mit Ludwig Mies Van der Rohe (1926)
  • Künstlerische Leitung für die deutsche Präsentation auf der Weltausstellung (1929)
  • Innenausstattung Haus Tugendhat und Barcelona Pavillion mit Ludwig Mies Van der Rohe (1928-1930)
  • Organisation der Deutschen Bauausstellung in Berlin (1931)

Weiterführendes

Portrait Lilly Reich – 100 Jahre Bauhaus

Portrait Lilly Reich – Archinform

Lilly Reich – Wikipedia

Lilly Reich – Akteure des Deutschen Werkbunds, Museum der Dinge

Biographien Lilly Reich – Fembio

Lilly Reich – Interface

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