» by Katja Grillner, September 2010

Inhalt: Katja Grillner geht in ihrem Talk auf verschiedene kritische feministische Positionen und Begriffe ein und stellt einige Projekte, welche auf Missstände eingehen.

Feminismus heißt zu erkennen, dass es strukturelle Unterschiede in der Gesellschaft gibt, die sich negativ auf die Rechte und Möglichkeiten von Frauen auswirken und sich dafür einzusetzen, diese Tatsache zu ändern. Wir müssen eine kritische Position einnehmen.

  • Woher kommen diese strukturellen Missstände?
  • Wo findet man diese Ungleichheiten?
  • Welche Strategien können wir nutzen um das zu ändern?

Es gibt bereits einige bekannte Architektinnen, wie Zaha Hadid, Lina Bo Bardi, Leonie Geisendorf, Eileen Grey,…

Doch die als Ikonen definierten Gebäude, welche an Universitäten und in der Praxis gelehrt werden sind politische

überwiegend von Männern geschaffen, traditionelle ästhetische Werte und Strukturregeln bleiben bestehen

Fragen die wir uns stellen sollten:

  • Sind einzelne Gebäude ein angemessenes Maß für die Architekturpraxis?
  • Ist die Verbindung zwischen einem Gebäude und einem einzelnen Architekt wichtig?
  • Welche Relevanz haben traditionelle ästhetische Konzepte?

Feministische Positionen:

  • Die Gesellschaft baut auf einer Geschlechterstruktur auf, die Männern die (ökonomische, physische und sexuelle) Macht über Frauen gibt
  • Was persönlich ist, ist auch politisch
  • Die Arbeit an einer Veränderung muss auf vielen verschiedenen Ebenen gleichzeitig stattfinden und andere dominierende Systeme der Unterdrückung berücksichtigen
  • Wissen ist lokalisiert und spezifisch
  • Hinterfragung der Idee des „natürlich gegebenen“
  • Architektur als System: reproduziert Normen  Geschlechter und der Machtverhältnisse, Räume sind in Bezug auf dominierende Nutzer geschlechtsspezifisch
  • Architektur als Sozialingenieur: Unterschiede und Interessenkonflikte werden unsichtbar gemacht
  • Architektur als Kunst: die Ausbildung produziert weiterhin den Architekt als Künstler, meist Männer

Kritik/Aussage: Ikonen, welche als unterrichtet werden und Vorbilder dienen sind beinahe ausschließlich Männer; die Gesellschaft baut eine Geschlechterstruktur auf die Männern die Macht über Frauen gibt

Forderungen: Veränderung muss auf vielen Ebenen gleichzeitig stattfinden; Räume der Möglichkeiten, nicht der Normen; das Lehr-System sollte überdacht werden

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=RxrKYFGE5lg&feature=emb_logo

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