Publikation, The University of Chicago Press 

unbezahlte Care Arbeit  

Das Leitmotiv der amerikanischen Architektur und Stadtplanung des letzten Jahrhunderts war “a woman‘s place is in the home”, welches die männliche Dominanz in diesen Bereichen aufweist. 

Stadt und Vorstadt weisen falsche Bezeichnungen auf. Die Vorstadt weist ein klar erkennbares Ungleichgewicht der Geschlechter auf. Die Siedlungen bestehen hauptsächlich aus Einfamilienhäusern sogenannten Zoning-Wohngebieten. In diesen Gebieten sind städtische und soziale Struktur nicht von finanziellen Mitteln abhängig, sondern vom Geschlecht. 

Arbeit im Zusammenhang mit Betreuung, wie beispielsweise Tätigkeiten im Haushalt oder im Bereich der Kinderbetreuung werden meist von Frauen verrichtet. Zusätzlich wird unbezahlte Arbeit hauptsächlich von Frauen verrichtet. Diese Zeit wird unsichtbar sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum verbracht. Man spricht von nicht anerkannter Care Arbeit. 

Beispiel einer sozialen Infrastruktur 

Laut dem Text wird die Care-Arbeit durch Unterstützung der Nachbarschaft und der Berücksichtigung neuer Einwohner*innen wie beispielsweise Alleinstehende, Paare ohne Kinder oder alleinerziehende Eltern erleichtert. Vorgeschlagen wird die Gründung kleiner partizipativer Organisationen, den sogenannten HOMES (Homemakers Organization for a More Egalitarian Society), die sich an der Entwicklung der Care-Arbeit in einem feministischen Sinn orientieren. Diese Zusammenschlüsse bestehen aus Personen, die die Gleichstellung von Männern und Frauen in Arbeiten des Care Bereiches erlangen, die Segregation von Klassen, Rassen sowie Alter beseitigen, die Hausarbeit durch Kooperation begrenzen und die sozialen Bindungen maximieren wollen. Es sollen verschiedene gemeinschaftliche Räume in Privathäusern organisiert werden. Es entstehen gemeinschaftliche Räume für Aktivitäten, Waschräume, eine Küche/ Restaurant und Grünbereiche, welche von Freiwilligen organisiert und verwaltet werden sollen.  

Die gegenwärtige Stadt ist demnach für unsere Gesellschaften nicht mehr geeignet. Anstatt neue Zusammenschlüsse wie HOMES zu gründen, könnten die vorhandenen Strukturen auch umgestaltet werden. Dies geschieht durch Kooperation der Bewohner oder beispielsweise durch Umwandlungen von Einfamilienhäusern zu Strukturen, welche mehrere Parteien zulassen. 

Quelle:

https://www.journals.uchicago.edu/doi/abs/10.1086/495718?journalCode=signs

Hayden, Dolores: What Would a Non-Sexist City Be Like? Speculations on Housing, Urban Design, and Human Work, in: Signs Volume 5, Number S3(Spring 1980) Supplement. Women and the American City 

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