Publikation, Journal of Architectural Education 

Wie die gebaute Umwelt auf männlichen Proportionen basierend entworfen wurde: 

Der Text kritisiert sexistische Systeme der idealen Proportionen des Menschen, die Einfluss auf die Architektur und deren Lehre haben. Die Konzeption des Ideals des menschlichen Körpers als Einheit für verschiedene Bezugssystemen zu verwenden, hat direkte Auswirkung auf die gebaute Umwelt. Somit sind die Attribute des Ideals von integraler Bedeutung und zeichnen in der Geschichte die Unterdrückung des weiblichen Geschlechts.  

In seinem Text bearbeitet Lance Hosey die anthropometrischen Darstellungen von Graphic Standards und deren Entwicklung im Verlauf der Geschichte in Bezug auf Integrierung von Frauen in den Grafiken. Großteils folgten die anthropometrischen Diagramme von Graphic Standards, einem wichtigen Basis Werk für die Architektur der USA, einem geschlechts- und rassenspezifischen Bild des menschlichen Körpers. 

Repräsentativ für die Bevölkerung wurden Eigenschaften und Proportionen eines männlichen, weißen Körpers herangezogen. Einerseits wurden durch diese restriktive Verallgemeinerung der Bevölkerung, spezifisch Menschen, durch ihr Geschlecht und ihre Rasse als ideale Nutzer bevorzugt.  Andererseits wurden durch das Bild des männlichen Körpers als vollkommen, der weibliche Körper indirekt als unvollkommen, angedeutet. Diese idealen Proportionen werden ebenso von den vermittelten sowie ausgeschlossenen Inhalten definiert.  

Diese Grafiken stellen somit ein Sinnbild für die sexistische Zusammensetzung der Vorstellung von idealen Proportionen und Verhältnissen dar.  Zusätzlich zeigt der Autor, Lance Hosey, in The Modulor von LeCorbusier sowie den Basiswerke von Vitruv, die Unterdrückung des weiblichen Geschlechtes.

Quelle:

https://lancehosey.com/s/Hidden-Lines-JAE-2001.pdf

Hosey, Lance: Hidden Lines: Gender, Race and the Body on Graphic Standards, in Journal of Architectural Education (November 2001)  

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