Biographie

Dora Siegel (später Gad) verbrachte ihre Kindheit bei ihrem Großvater, der ein Schneider für den Adel war, wo sie ihr Interesse für Architektur entwickelte. Sie studierte Architektur an der Technischen Hochschule Wien von 1930 bis 1934. Dort lernte sie ihren zukünftigen Ehemann, Yehezkel Goldberg, kennen. Sie heirateten 1936 und emigrierten nach Palästina, wo sie sie sich später in Tel Aviv niederließen. 

Sie fand dort eine Arbeit im Büro von Oskar Kauffman, wobei sie sehr viele Erfahrungen sammeln konnte. 1938 wurde sie selbstständig, wobei ihre ersten Projekte sich auf die Innenarchitektur bezogen. 1942 ging sie eine Partnerschaft mit ihrem Ehemann ein, ihre Arbeit konzentrierte sich vor allem auf die Innenarchitektur von Appartements. 

Dora Gad hatte einen anderen Zugang als ihre Kollegen in Palästina, ihr Stil war frisch, leicht und modern. Sie reagierte auf die palästinensischen Qualitäten, wie das starke Licht und die lokalen Baumaterialien. Sie glaubte, dass der Innenraum eine direkte Fortsetzung des Außenraums sei und unmöglich ohne den lokalen kulturellen Kontext funktionieren konnte.

Nach der Gründung des Staates Israel und in den 1950ern wurde Dora Gad und ihr Mann zu den bekanntesten Innenarchitekten in Israel gezählt. Sie wurden beauftragt bei vielen Projekten des neuen Staates beizutragen. Während dieser Zeit arbeitete sie mit Ruth Dayan und Fini Leitersdorf zusammen, sie nutzte deren volkstümlichen Produkte in ihre Designs. 

Nach dem Tod von Yehezkel Gad in 1958, ging sie eine Partnerschaft mit Arie Noy ein. Diese hielt bis 1976 an. 1959 heiratete sie Efraim Ben Arzi, worauf hin sie deren gemeinsames Haus in Caesarea plante. 1966 erhielt sie den Israelischen Preis für Architektur, so wie den Design Preis “Regulo D’Oro”.

Werkauswahl

  • Die Residenz des Premierministers, Jerusalem, 1950
  • Die Residenz des Außenministers, Jerusalem, 1950
  • Die Sharon und Accadia Luxushotels, Herzliyyah, 1955
  • Die Israelische Nationalbibliothek, Jerusalem, 1956
  • Die Israelische Botschaft in Washington D.C. undAnkara
  • Die New York Büros von EL AL, die nationale Fluggesellschaft, New York, 1956 und London, 1959
  • In Zusammenarbeit mit der Mansfeld-Weinraub Firma: The vessels of Zim, the national shipping line, 1955–1975
  • In einem Architektenteam: The Israeli Knesset, 1958-1966
  • Das Tel Aviv Hilton Hotels, 1965, und das Jerusalem Hilton, 1974
  • Das El Al Terminal im Kennedy Flughafen in New York, 1970 und 1974
  • Der Ben Gurion International Flughafen, 1973
  • Die Bank von Israel, Jerusalem, 1980
  • Die Präsidentenresidenz in Rehavia, Jerusalem, 1984–1985

Weiterführendes

Shechori, Ran. Dora Gad: The Israeli Presence in Interior Design. Architecture in Israel (Hebrew and English). Tel Aviv: 1997.

The Encyclopedia of Jewish Women, Dora Gad by Sigal Davidi

Wikipedia, Dora Gad

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *