“Ich spürte, wie sie im Büro alle in Deinem Banne waren und darum mich erst richtig annehmen konnten, als sie auch meine Kraft spürten, die sich anders als die Deine äussert, die viel weniger bestechend und sprühend ist.”

(zitiert aus der Korrespondenz von Elsa Burckhardt-Blum mit ihrem Ehemann Ernst F. Burckhardt während seiner Abwesenheit 1951, acht Briefe und zwei Postkarten aus der Zeitspanne zwischen dem 28. 6. 1951 und dem 12. 11. 1951, Archiv gta, ETH Zürich)

Biographie

Elsa Burckhardt-Blum hatte bereits als 16-jährige zwei Jahre Malunterricht bei Wilhelm Hummel. Sie absolvierte 1920 ihre Matura, danach begann sie ein Studium in Kunstgeschichte, brach dieses jedoch ab. Ab 1930 war sie Volontärin im Architekturbüro von Karl Egender und Adolf Steger und ab 1932 war sie als Architektin tätig. Elsa Burckhardt-Blum betonte das klare Volumen und die Öffnung des Hauses nach außen. Charakteristisch sind weit vorkragende Vordächer und die Einbettung in die umliegende Topografie. Ab 1948 war sie mit ihrem Ehemann Ernst F. Burckhardt gemeinsam wirkend. 1957 wurden die beiden von der Stadt Zürich für gute Bauten ausgezeichnet. Nach dem Tod ihres Mannes, 1958 bei einem Autounfall, gründete Elsa Burckhardt-Blum 1960 ihr eigenes Büro in Küsnacht und war bis 1967 tätig. Sie war nebst ihrer Tätigkeit als Architektin weiter als Künstlerin aktiv, es entstanden ab 1948 Bleistift- und Farbstiftzeichnungen, später Tempera- und Ölbilder.

Werkauswahl

  • Vertreterin der Schweiz an Internationale Raumschau, Köln, 1931, mit Kinderschlaf- und Spielzimmer und sechs Möbeltypen (gem. Ausstellungskatalog wurde Ernst F. Burckhardt genannt, die Entwurfszeichnungen im Nachlass der Architektin im Institut gta ETH Zürich weisen sie als Autorin aus.)
  • Wohnkolonie Heslibach, Ort, allenfalls mit xy, 1933
  • Atelierhaus Schuh, Zollikon, 1933 (1960 abgebrochen)
  • Mitarbeit an der Landesausstellung (Landi 39), als Architektin des Sportsektors, 1939
  • Flussbadi Oberer Letten, Zürich, 1952/53

Weiterführendes

Biografie E.B. in Historisches Lexikon der Schweiz

private Homepage mit Sammlungen zu E.B

Schweizerische Bauzeitung, 1935, 105/106, S.17f

Huber Dorothee, 48 (1997), Zur Architektur des Wohnens : Innenräume von Elsa Burckhardt-Blum, Flora Steiger-Crawford und Lux Guyer, in: Kunst + Architektur in der Schweiz

Zum Werdegang von Elsa Burckhardt-Blum wird in Huber, 1997 folgenden Artikel als Empfehlung genannt: Künstlerlexikon der Schweiz. 20. Jahrhundert, 2 Bde., Frauenfeld 1958-1967, S. 150-151.

Schubiger Irene, Die Architektin Eba Burckhardt-Blum. «Die Bauplätze sind eine herrliche Erfindung», Lizentiatsarbeit Universität Basel, Basel 1991

Architektenlex., 103 f. und Elsa Burckhardt-Blum, Ausstellungskat. Zürich, 1964

Leave a Reply

Your email address will not be published.